Die CDU reagiert scharf auf die jüngsten Äußerungen des Integrationsratsmitgliedes und ehemaligen grünen Bürgermeisterkandidaten, Mahmoud Tahmaz, der seine damalige Kandidatur wegen des Vorwurfs der Anstiftung zum Mord zurückziehen musste: „Wir fordern Herrn Tahmaz zum sofortigen Verzicht seines Mandates auf. Inhaltlich kann man beim bestehenden Konflikt sicherlich unterschiedlicher Meinung sein. Wer aber so offen seinen Antisemitismus zur Schau stellt, hat mit den Zielen und Werten des Integrationsrates rein gar nichts gemein“, so CDU-Vorsitzender Fabian Lenz. Tahmaz hatte zuvor auf Facebook mehrere hetzerische und klar antisemitische Kommentare veröffentlicht, in denen er etwa den bombardierten Zivilisten in Israel eine Mitschuld gibt, von „(...) FUCK Israel!“ schreibt und meint, dass der demografische Faktor die entscheidende Waffe in Israel, Europa und Nordamerika sei. Tahmaz habe damit wieder einmal gezeigt, dass er für jegliche politische Ämter ungeeignet ist und unterstreicht noch einmal, warum die CDU seine Entsendung in den Bauausschuss nicht unterstützt hat, so die CDU weiter. Man werde nun prüfen, ob man Tahmaz wieder aus dem Ausschuss entfernen kann. „Es macht traurig und wütend zugleich, dass drei Tage nach dem 76. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus ein Mitglied des Integrationsrates unserer Stadt offen antisemitisch hetzt“, zeigt sich Lenz fassungslos. Die CDU sei sich der historischen Verantwortung Deutschlands bewusst und stehe fest an der Seite Israels und aller in Deutschland lebenden Juden. Man dürfe nicht zulassen, dass jüdische Mitbürger hier jemals wieder so angegangen werden, ohne dass daraus Konsequenzen folgen würden.
Die CDU erwartet zudem auch eine klare Distanzierung des Ortsverbandes der Grünen Rheine: „Andernfalls zeigt sich hier wieder einmal die Doppelmoral der Grünen. Während Grünen-Mitglied Luisa Neubauer das scharfe Schwert des Antisemitismus-Vorwurfes gegen Maaßen ohne Belege erhebt, tummeln sich in den eigenen Reihen Mitglieder, die ihre antisemitischen Ansichten nicht einmal mehr versuchen zu verstecken“, sagt Mitgliederbeauftragter Til Beckers und verweist auf den Fall Palmer, in dem ein Parteiausschlussverfahren angestrebt wird.

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