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16.09.2018, 19:45 Uhr
Etappensieg für mehr Nachtverbindungen
Junge Union traf sich mit Landrat Effing
Vertreter der Jungen Union Rheine (JU), der Jugendorganisation der CDU, haben sich nun gemeinsam mit den Nachbarverbänden aus Emsdetten und Greven mit Landrat Dr. Klaus Effing getroffen, um die Möglichkeiten längerer Bahnfahrzeiten auf der Strecke Münster-Rheine an den Wochenenden und vor Feiertagen auszuloten. Vorausgegangen war die Forderung der JU, Jugendlichen den Heimweg nach dem Feiern in Münster sicher zu ermöglichen. Die JU begründet ihre Forderung dabei mit immer weniger werdenden und unattraktiven Möglichkeiten zum Ausgehen vor Ort. „Hier in Rheine haben das Rizz und das Roxy zugemacht, in Emsdetten und Greven gibt es für Jugendliche auch kaum noch Möglichkeiten“, zählt der Vorsitzende der JU Rheine, Fabian Lenz, auf. Damit die Jugendlichen den Mittelzentren wie Rheine langfristig nicht komplett den Rücken kehren und in die Großstädte ziehen, müsse man die Angebote in Städten wie Münster zumindest nutzbar machen.
JU-Vertreter sprachen mit Landrat Effing über die Möglichkeiten zusätzlicher Verbindungen
Momentan fahren die letzten Züge von Münster in Richtung Rheine an den Wochenenden zwischen 0:30 Uhr und 1:00 Uhr. Das sei definitiv zu früh und das Auto in Verbindung mit Alkohol sowie langwierige Busfahrten keine attraktive Alternative. Auch sei es ein Irrglaube, dass ausgeweitete Fahrtzeiten das Angebot vor Ort noch mehr schädigen würden. „Können die Jugendlichen die attraktiven Angebote in anderen Städten nicht wahrnehmen, gehen sie nicht vor Ort feiern, sondern ziehen auf Dauer ganz weg“, so JU-Vorstandsmitglied Tobias Rennemeier.

Dabei stieß die Forderung der JU in den vergangenen Wochen überörtlich auf eine große Resonanz, was auch dem Landrat imponierte: „Ihr habt hier offenbar etwas angestoßen, was vielen Jugendlichen auf dem Herzen liegt.“ Effing sagte zu, das Anliegen mit in die Verbandsversammlung des Zweckverbands Schienenpersonennahverkehr Münsterland (ZVM) zu nehmen, dessen Verbandsvorsteher er ist. Auch wolle er das Thema auf der nächsten Landrätekonferenz Mitte September ansprechen. 

„Für das Münsterland und den Kreis Steinfurt ist das Thema Mobilität von besonderer Bedeutung. Dabei müssen wir auch die Jüngeren mobil halten, wollen wir unsere Städte und Gemeinden für diese weiterhin attraktiv gestalten“, unterstützte der Landrat die JU-Forderung. Er halte es für richtig, zumindest testweise für eine Fahrplanperiode einen Zug mehr zwischen dem zurzeit letzten und ersten fahren zu lassen. In der konkreten Umsetzung würde sich dies aber nicht nur auf die Strecke Münster-Rheine auswirken. „Da Münster ein Hauptumschlagsbahnhof ist, wird es dann bei einer Realisierung höchstwahrscheinlich zu einer Fahrzeitenausweitung auf mehreren Strecken kommen“, so Effing. Die Kosten hierfür schätzte er auf etwa 600.000 Euro jährlich. „Sicherlich eine hohe Summe, angesichts des Gesamtetats des ZVM aber gut zu verkraften“, ordnete er die Zahlen ein.

Sollte das Anliegen in den Gremien durchkommen, könnte es bereits zum Fahrplanwechsel Ende 2019 mit den zusätzlichen Fahrtzeiten klappen. „Bei unserem eigenen Zweckverband ZVM bin ich zuversichtlich“, zeigte sich der Landrat optimistisch. Die größere Herausforderung dürften laut Effing die übrigen Zweckverbände im übergeordneten Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), in dem der ZVM Mitglied ist, werden. Diese könnten dann nämlich eigene Ansprüche auf Ausweitungen erheben. „Wir freuen uns, den Landrat für unser Anliegen gewonnen zu haben. Die heutigen positiven Informationen lassen eine Realisierung wahrscheinlich erscheinen und bekräftigen uns darin, unsere Forderung mit Nachdruck weiterzuverfolgen, um Jugendlichen aus Rheine eine ansprechende Freizeitgestaltung am Wochenende zu ermöglichen“, so Fabian Lenz abschließend.
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