Der regelmäßige Austausch mit heimischen Unternehmen hat für die CDU Rheine in der Corona-Krise noch an Bedeutung gewonnen. Um diesen wichtigen Dialog voranzubringen, hat die CDU Rheine jetzt die apetito AG besucht und mit Vorstandssprecher Guido Hildebrandt sowie Klaus Ludmann, Geschäftsführer kids & schools, unter anderem über Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Fachkräftegewinnung gesprochen.
Rund 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für die Unternehmen der apetito Firmengruppe tätig, davon 1.600 am Standort Rheine, berichtete der Vorstandssprecher. Die Firmengruppe habe 2020 trotz der Corona-Lage am Erfolg festhalten können. Die Umsätze blieben mit 1.030 Mio. Euro auf Vorjahresniveau. Die Unterstützung und die Überbrückungshilfen von Land und Bund seien für den Mittelstand sehr wichtig, sagte Hildebrandt, gab der Politik aber auch einen Auftrag mit: "Digitalisierung in den Verwaltungen muss ausgebaut, Bürokratie dringend abgebaut werden. Wir haben allein zum Thema Kurzarbeitergeld Sackkarren von Papier in die Behörden geschleppt!" Andrea Stullich, CDU-Landtagsabgeordnete, betonte: "Wir müssen auf allen Ebenen schneller, einfacher und digitaler werden. Die Wirtschaft ist bereits auf einem guten Weg. Entscheidend wird jetzt aber sein, dass die nächste Bundesregierung Freiräume für Innovationen schafft und keine neuen Belastungen für den Mittelstand zulässt."
Insgesamt 80 junge Menschen sind aktuell bei apetito in der Ausbildung, 23 neue Auszubildende haben im August ihre Ausbildung dort begonnen. "Auf der Suche nach Fachkräften setzen wir auf die Ausbildung für den eigenen Bedarf und bieten den Auszubildenden Raum für persönliche Entwicklung", so Hildebrandt. Auch bei apetito ist das Thema "Home Office" im Zuge der Pandemie wichtiger geworden. "Wir waren im März 2020 innerhalb einer Woche in der Lage, fast allen Mitarbeitenden, die das wollten, Homeoffice zu ermöglichen." Inzwischen würde die gewohnte Präsenzkultur zunehmend einer Mischung aus Homeoffice und Arbeiten im Büro weichen. Nicht nur Meetings finden weiterhin digital statt, sondern auch Schulungen für Kunden. Die gute Unternehmenskultur sei ein wichtiger Grund dafür, dass Mitarbeiter mittlerweile in der 3. Generation bei apetito arbeiten - "genau wie unsere Eigentümer-Familie!"
Ein weiteres Schwerpunktthema war die gesunde Ernährung in Kita und Schule. Klaus Ludmann betonte, dass ökologische und soziale Nachhaltigkeit nicht nur ein Trend seien, sondern längst ein wichtiges Qualitätskriterium beim Thema Ernährung geworden seien. Gerade bei der Kita- und Schulverpflegung würden Bio-Menüs und auch vegetarische Angebote immer stärker nachgefragt. Bei den kommunalen Ausschreibungen für die Vergabe von Aufträgen für Schul-Mensen und Kitas wünschte sich Ludmann "faire Kriterien": Nicht nur der Preis dürfe über einen Auftrag entscheiden. Kriterien wie Nachhaltigkeit und Ernährungsqualität müssten dabei eine größere Rolle spielen.
Zum Besuchsprogramm gehörte neben dem Gespräch auch der Blick von oben in die großen Kochtöpfe sowie eine Stippvisite in der minus 24 Grad kalten Lagerhalle. Beim Rundgang über das Firmen-Gelände an der Bonifatiusstraße wurde deutlich, dass es beim Rheiner Traditionsunternehmen bereits Überlegungen für zusätzliche Erweiterungen gibt. „Wir freuen uns sehr, dass apetito ein klares Signal für den Standort Rheine und damit für die Sicherung und Erweiterung von Arbeitsplätzen setzt,“ fasste die CDU-Vorsitzende Marlen Achterkamp den Besuch zusammen.

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