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Presse
| 15.07.2010, 14:08 Uhr | MV, Klaus Dierkes
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Anwohner befürchten Emissionen
Skeptisch nahmen die Besucher der Bürgerversammlung am Mittwoch im Hotel Johanning die Pläne zur Ausweitung des Kalkabbaus der Firma Breckweg auf: Die Anlieger befürchten eine Zunahme der Belästigungen durch Lärm, Staub und Erschütterungen. Eingeladen hatte zu dieser Bürgerversammlung die CDU-Stadtteilunion Dutum/Dorenkamp. Vorsitzender Hans Havers begrüßte die rund 60 Anwesenden. „Dass trotz des schwülen Wetters so viele gekommen sind, zeigt, wie sehr den Bürgern das Thema auf den Nägeln brennt“, stellte er fest.
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| Andreas Breckweg, geschäftsführender Gesellschafter der Firma Breckweg, erläuterte die Erweiterungspläne. Die Karte zeigt ganz rechts das Abbaugebiet Thieberg III, das dicht an die Siedlungsgrenze von Rheine reicht. Das blau umrandete Areal umreißt die al |
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Das Kalkwerk Breckweg plant eine großflächige Erweiterung seines Abbaugebietes zwischen Rheine und Neuenkirchen und hat dabei auch Flächen östlich der Bundesstraße B70 im Visier. Während es gegen die beiden Erweiterungsflächen Thieberg I und Thieberg II auf Neuenkirchener Gebiet kaum Einwände aus der Versammlung gab, sorgte die östliche Erweiterungsfläche Thieberg III auf Rheiner Gebiet für deutliche Unruhe unter den Bürgern, denn hier reicht der Kalkabbau bis dicht an die westliche Siedlungsgrenze von Rheine heran. Doch gerade auf diese Fläche hat die Firma Breckweg ein Auge geworfen, weil hier sehr gute Kalkqualitäten lagern. Auch die Aussicht auf eine spätere Renaturierung der Kalkgrube mit einem Badesee, einem Park und einer Aussichtsplattform konnte die Anlieger nicht überzeugen.
Stephan Aumann vom Fachbereich Planen und Bauen der Stadt Rheine erläuterte zunächst die planungsrechtlichen Aspekte der Erweiterung. Am Anfang stehe eine Änderung des Regionalplanes, erst später folgten dann Planfeststellungsverfahren. Bebauungsplan usw. mit den unterschiedlichen Gutachten. Insgesamt werde es etwa fünf Jahre dauern, bis diese planungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt seien, rechnete Aumann vor. „Wenn der Kalkabbau unter die Grundwasserlinie geht, dauert es noch wesentlich länger“, sagte er. Die Mitsprachemöglichkeiten der Stadt Rheine bei einer Änderung des Regionalplanes seien zwar sehr begrenzt, da dies Sache der Bezirksregierung sei. Gleichwohl könne die Stadt Rheine ihre Haltung zu den Planungen formulieren. „Das sollten wir bis September tun“, so Aumann.
Andreas Breckweg, geschäftsführender Gesellschafter der Firma Breckweg, ging anschließend auf Details und Einwendungen der Bürger ein. So schloss er Sprengungen bei der Erschließung des Areals Thieberg III aus. „Das ist alles weiches Gestein, das wir mit geeigneten Maschinen abtragen können. Ebenfalls schloss er einen nächtlichen Kalkabbau aus, abgebaut werde von sechs Uhr morgens bis 22 Uhr. Auf die Frage eines Bürgers, wie lange der Kalkabbau auf dem Thieberg III dauern werde, wollte Breckweg sich nicht festlegen und nannte einen Zeitraum von 5 bis 15 Jahren. Ob die Firma Breckweg bereits den erforderlichen Grund und Boden für die Erweiterung der Abbauflächen erworben hat, blieb in der Bürgerversammlung am Mittwoch unbeantwortet. Einige Gegner der Planungen befürchteten sogar eine Enteignung. Hier konnte Stephan Aumann allerdings beruhigen, indem er feststellte, dass eine Enteignung heutzutage nur bei Bauprojekten der öffentlichen Hand, zum Beispiel bei Autobahnen, statthaft sei.
Von der Stadt Rheine „über den Tisch gezogen“ fühlten sich einige Bewohner des vor etwa drei Jahren entstandenen Wohnparks Dutum. Sie fürchten Lärm, Staub und Erschütterungen durch eine Ausweitung des Kalkabbaus in östlicher Richtung. Die Erweiterungspläne der Firma Breckweg seien dem damaligen Baudezernenten Dr. Ernst Kratzsch bereits vor fünf Jahren bekannt gewesen. Die Bürger seien jedoch nicht informiert worden, warf ein Bürger den Vertretern der Stadt Rheine vor. „Wenn das damals schon bekannt gewesen wäre“, hätte da niemand ein Grundstück gekauft“, schimpfte ein Bewohner des Wohnparks Dutum.
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